wo gibt es balkonkraftwerk foerderung (Bild: Mariella Wendel home smart)
Ein Balkonkraftwerk liefert kostengünstig Strom aus einer regenerativen Energiequelle. Die Installation ist einfach und geht es nach dem Willen der Bundesregierung und nach den aktuellen Empfehlungen der VDE, werden viele derzeit noch bestehende Auflagen schon bald wegfallen. Es braucht weder Wieland-Stecker noch Wieland-Steckdose, weder Anmeldung noch die Grenze von 600 Watt Leistung. Gleichzeitig soll die Mini PV Förderung stärker in den Fokus rücken. Interessant: Während in einigen Städten die Fördergelder bereits ausgeschöpft sind, wurde in anderen Städten und Gemeinden das für die Balkonsolar Förderung bereitgestellte Geld nur teilweise beantragt. Gefördert wird nicht nur der Kauf des Balkonkraftwerks, sondern auch die Anschaffung der zugehörigen Steckdosen und Stecker sowie die Installation durch den Fachmann.
Was kostet das Balkonkraftwerk?
Im Handel sind mittlerweile verschiedene Anbieter von Balkonkraftwerken zu finden. Diese Mini-PV-Anlagen bestehen aus einem oder zwei Solarmodulen sowie aus einem Wechselrichter. Dieser sorgt dafür, dass der produzierte Gleichstrom in den von den meisten Haushaltsgeräten benötigten Wechselstrom umgewandelt wird. Die Sets weisen einen unterschiedlichen Umfang auf, sodass teilweise nur die Solaranlage selbst, teilweise aber auch sämtliche Anschluss- und Verlängerungskabel enthalten sind. Die Kosten für ein Balkonkraftwerk variieren stark je nach Leistung und Anzahl der Solarmodule. Im Jahr 2023 sind die Preise für Balkonkraftwerke stark gesunken und beginnen bei etwa dreihundert Euro. Die Preiskategorien unterscheiden sich je nach Qualität. Der Strom sollte selbst verbraucht werden, bei einer Einspeisung in das öffentliche Netz ist der Ertrag geringer. Die meisten Stromnetzbetreiber zahlen nur noch um 8,2 Cent je Kilowattstunde für die Einspeisung.
So lässt sich viel Geld sparen
Damit sich die Balkonkraftwerk-Anlage rechnet, muss sie den passenden Standort haben. Die höchste Ausbeute wird erreicht, wenn die Anlage auf einem nach Süden ausgerichteten Standort errichtet wird. Außerdem sollten die Module leicht geneigt sein und dürfen nicht beschattet werden. Sind diese optimalen Voraussetzungen nicht gegeben, reduziert sich der Stromertrag um mehr als zwei Drittel. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Anlage nach Norden ausgerichtet ist und die Module senkrecht angebracht werden müssen. Es ist auf jeden Fall lohnenswert, bei der eigenen Stadt oder Gemeinde nachzufragen, welche Bedingungen für eine PV-Förderung erfüllt sein müssen. Oft sind es Module und Gesamtleistung, die hierfür relevant sind. Wichtig: Die Förderanträge müssen in der Regel vor dem Kauf bzw. vor der Installation gestellt werden. Eine rechtzeitige Nachfrage zu den jeweils gültigen Förderbedingungen sorgt dafür, dass keine Gelder verschenkt werden.
Mögliche Förderungen für Balkonkraftwerke
Die Bundesländer gehen bezüglich der Fördergelder nicht einheitlich vor, sondern legen unterschiedliche Summen und Voraussetzungen fest, damit die Anschaffung eines Balkonkraftwerkes förderfähig ist. Durch diese Fördergelder amortisieren sich die Mini-PV-Anlagen deutlich schneller, weil der allein zu tragende Betrag weitaus geringer wird. Gleichzeitig gibt es aber noch einige Bundesländer, die gänzlich auf die Balkonkraftwerk-Förderung verzichten und derlei Unterstützung nicht anbieten. Wichtig: Seit dem 1. Januar 2023 ist die Mehrwertsteuer auf Balkonkraftanlagen weggefallen, daher sind die Preise für diese Anlagen attraktiver geworden.
Übersicht: Balkonkraftwerke Förderungen nach Bundesländern und Städten
Die folgende Liste zeigt genau, welche Förderungen derzeit (Stand: Juli 2023) für die Installation einer Balkon-PV möglich sind. Es ist wichtig zu beachten: Wer Fördergelder beantragen möchte, sollte sich beeilen, da in einigen Regionen die Fördermöglichkeiten bereits ausgeschöpft sind. Diese Förderbewilligungen gelten in der Regel für Anlagen bis 600 Watt Leistung und werden entweder pro Anlage oder pro Haushalt gewährt. Nähere Informationen dazu gibt die jeweilige Stadtverwaltung bekannt. Die Förderung wird oft aktualisiert, daher ist es ratsam, sich über die aktuellen Fördermöglichkeiten in der eigenen Stadt und im Bundesland zu informieren.
Bundesland
Stadt
Förderbetrag
Baden-Württemberg
Bühl
300 €
Filderstadt
150 €
Freiburg
200 €
Friedrichshafen
300 €
Friolzheim
100 €
Heidelberg
750 €
Konstanz
200 €
Kornwestheim
200 €
Lörrach
200 €
Ludwigsburg
300 €
Neubulach
100 bis 300 €
Schwaikheim
200 €
Schwetzingen
30 % der Anschaffungskosten, max. 300 €
Stuttgart
100 €
Ulm
50 % der Anschaffungskosten, max. 250 €
Weinheim
50 bis 100 €
Bundesland
Stadt
Förderbetrag
Bayern
Buckenhof
50 bis 150 €
Coburg
250 €
Diessen
100 €
Erlangen
50 bis 300 €
Forchheim
400 €
Fürth
160 €
Günzburg
100 €
Ingolstadt
200 €
Marolffstein
200 €
München
50 % der Anschaffungskosten
Moosburg
50 % der Anschaffungskosten, max. 200 €
Peiting
120 €
Spardorf
200 €
Unterschleißheim
25 % der Anschaffungskosten, max. 200 €
Vilseck
100 bis 150 €
Weilheim
25 % der Anschaffungskosten, max. 200 €
Bundesland
Stadt
Förderbetrag
Hessen
Darmstadt
50 % der Anschaffungskosten, bis 400 €
Lampertheim
60 % der Anschaffungskosten, max. 500 €
Mörfelden-Walldorf
200 €
Main-Taunus-Kreis
100 €
Wiesbaden
300 bis 400 €
Bundesland
Stadt
Förderbetrag
Niedersachsen
Braunschweig
250 €
Göttingen
180 €
Jever
120 €
Lüneburg
150 €
Norden
300 €
Wunstorf
250 €
Bundesland
Stadt
Förderbetrag
Nordrhein-Westfalen
Aachen
300 €
Ahaus
50 % der Anschaffungskosten, bis max. 200 €
Bönen
100 €
Bonn
100 €
Borgentreich
100 €
Castrop-Rauxel
100 €
Düsseldorf
50 % der Anschaffungskosten, max. 400 €
Essen
200 €
Freudenberg
150 €
Fröndenberg
100 €
Gelsenkirchen
100 €
Hamm
200 €
Hiddenhausen
300 €
Kamp-Lintfort
100 €
Kirchlengern
300 €
Köln
200 €
Langenfeld
200 €
Lüdenscheid
200 €
Oberhausen
100 €
Olsberg
200 €
Recklinghausen
100 €
Rheinisch-Bergischer-Kreis
10 % der Anschaffungskosten
Rietberg
80 €
Voerde am Niederrhein
100 €
Wesel
50 % der nachgewiesenen Kosten, max. 200 €
Wickede
150 bis 300 €
Willich
250 €
Bundesland
Stadt
Förderbetrag
Rheinland-Pfalz
Buchholz
60 bis 120 €
Ingelheim am Rhein
100 €
Mainz
400 €
Pirmasens
75 bis 150 €
Urmitz
100 bis 200 €
Bundesland
Stadt
Förderbetrag
Schleswig-Holstein
Kiel
100 €
Lübeck
200 €
Bundesland
Stadt
Förderbetrag
Berlin
500 €
Brandenburg
keine
Bremen
keine
Hamburg
keine
Mecklenburg-Vorpommern
500 €
Saarland
keine
Sachsen
keine
Sachsen-Anhalt
keine
Thüringen
Jena
25 % der Anschaffungskosten, max. 200 €
Förderung weiterer moderner Heizsysteme
Es wird seitens der Bundesregierung angestrebt, auch andere Arten von Heiz- und Stromversorgungssystemen zu fördern. Ein Beispiel: Schleswig-Holstein unterstützt derzeit den Kauf von nicht-fossilen Heizsystemen wie Biomasseheizungen, Wärmepumpen oder Anschlüssen an das Fernwärmenetz. Die Installationen werden mit bis zu 2.000 Euro bezuschusst. Die Förderungen für die Heizsysteme im Einzelnen sehen wie folgt aus:
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