Ein Blick in den Wechselrichter: Balkonsolar e. V. aus Freiburg macht’s möglich

Kennen Sie schon den Verein „Balkon.Solar e. V.“ aus Freiburg? Wenn nicht, wird es höchste Zeit, denn dieser Verein ist die perfekte Anlaufstelle für alle, die sich mit den Themen Mini-Photovoltaikanlage, Balkonkraftwerk und Heim-Solarmodule beschäftigen. Interessierte finden die nötigen Informationen und bekommen Unterstützung bei allen Themen rund um den Kauf, die Montage und die sinnvolle Nutzung der Balkon-Solaranlagen.

Balkon.Solar e. V. stellt sich vor

Balkonsolar ist im Trend und stellt einen wertvollen Beitrag zum Erreichen der Klimawende dar. Dass die entsprechenden Balkon-PV-Anlagen derartig gefragt sind, ist nicht zuletzt dem Verein „Balkon.Solar e. V.“ aus Freiburg zu verdanken. In 2021 gründeten engagierte Bürger diesen Verein, der inzwischen für neue Mitglieder offen ist, einen regulären Vorstand hat und als Verein registriert wurde. Das gemeinsame Ziel: Man möchte die Plug-in-Photovoltaik voranbringen und es jedem einzelnen Bürger ermöglichen, an der Energiewende teilzuhaben. Dabei ist die nötige Beratung für Mini-PV-Anlagen der erste Schritt in die richtige Richtung.

Wer steckt hinter dem Balkonsolar Verein Freiburg?

Initiator Sebastian Müller gab zur Gründung des Vereins 2021 an, dass man vor allem in der Region Freiburg agieren wolle. Doch eine Ausweitung der Tätigkeiten war schon damals denkbar, zumal es auch anderswo einen ähnlichen Verein nicht gab. Inzwischen ist der Verein ein wichtiger Ratgeber für Mieter und Eigentümer, die sich mit Solarmodulen selbst mit Strom versorgen wollen bzw. die die eigene Stromversorgung zumindest ergänzen möchten. Eine Mini-PV erlaubt es, den über Solarmodule erzeugten Strom per Außensteckdose in das Hausnetz einzuspeisen und selbst zu verbrauchen. Auch eine Netzeinspeisung ist denkbar, allerdings mit wegfallender Einspeisevergütung nicht mehr wirklich attraktiv. Der Verein möchte aber keine nicht-konformen Anlagen fördern, sondern legt großen Wert darauf, die nötigen Informationen für eine bewusste Eigenentscheidung der Käufer zu liefern.

Welchen Zweck verfolgt der Verein Balkon.Solar?

Die Vereinsmitglieder sind überzeugt von dem Potenzial, das sich durch Mini-PV-Anlagen bietet. Aus diesem Grund verfolgen sie den Zweck, die nötigen Informationen zu Solaranlagen für zu Hause zu geben. Dafür werden Informationen über Flyer und eine eigene Zeitung gegeben, man setzt sich mit lokalen Akteuren auseinander, veranstaltet Seminare, Workshops und Diskussionsrunden. Des Weiteren geht es darum, unter anderem mithilfe von Petitionen dafür zu sorgen, dass die bürokratischen Hürden für die Installation von Balkonkraftwerken niedriger werden. Hierbei ist der Verein auf einem guten Weg, denn schon ab 1. Januar 2024 sollen verschiedene Vereinfachungen greifen.

Entsprechend der Vereinssatzung geht es um die „Förderung des Umweltschutzes“ sowie um die „Förderung der Erzeugung von Strom durch Solarenergie“. Dafür arbeitet der Balkonsolar Verein Freiburg mit verschiedenen Akteuren und Organisationen zusammen, die ein ähnliches Ziel verfolgen. Gerade in jüngster Zeit wird verstärkt auf Aufklärung unter anderem durch Veröffentlichungen im Internet gesetzt, sodass die wachsende Anzahl an Interessenten und Nutzern der Balkonkraftwerke alle nötigen Informationen zur Montage, Anmeldung und zu eventuellen Erweiterungen der Mini-PV-Anlagen erhält.

Der Röntgenblick in den Wechselrichter

Der genannte Verein ist eine wichtige Anlaufstelle für alle, die sich mit den Entdeckungen und Erkenntnissen des „Relaisgate“ durch einen YouTuber befassen. Seither treffen immer wieder Anfragen von Balkonsolaranlagen-Besitzern ein, die wissen wollen, wie es im eigenen Wechselrichter aussieht. Ist ein Röntgenblick in den Wechselrichter bzw. ein Wechselrichter Test möglich? Und lässt sich durch den Röntgenblick-in-den-Wechselrichter Test herausfinden, ob das betreffende Relais verbaut ist oder nicht?

Der Wechselrichter als wichtiger Teil der Balkonsolaranlage

Wechselrichter bestehen aus vielen verschiedenen Bauteilen. Spulen, Platinen, Kondensatoren und Transistoren sind vorhanden und sollen sicherstellen, dass der gewonnene Strom in eine für den Haushalt nutzbare Form überführt wird. Auch Relais müssen vorhanden sein – oder eben nicht, wie der Wechselrichter Test leider zeigte. Das Relais wird über einen Mikroprozessor gesteuert, der abschaltet, wenn kein Stromnetz sichtbar ist. Wichtig: Das Relais muss sich auch selbst ausschalten. Doch ein Teil der Wechselrichter hat dieses Relais nicht. Wer nun aber wissen will, ob die eigene Balkonsolaranlage ein Relais besitzt oder nicht, hat zwei Möglichkeiten:

1. Der Wechselrichter wird aufgeschraubt.
2. Röntgenstrahlen werden zur Durchleuchtung eingesetzt.

Ein Blick in den Wechselrichter
Ein Blick in den Wechselrichter

An dieser Stelle weist der Balkonsolar-Verein darauf hin, dass die Untersuchung des Wechselrichters auch mit einem Handy oder Stethoskop erfolgen kann. Dieses wird aufgelegt, danach kann die Stromzufuhr unterbrochen werden. Ein Klicken sollte zu hören sein, wenn das Relais schaltet. Ist dieses gar nicht erst vorhanden, wird im Umkehrschluss auch kein klicken hörbar. Die Vorgehensweise ist dabei einfach: Die trichterförmige Seite des Stethoskops wird auf den Wechselrichter gelegt (der grüne Punkt muss auf dem Wechselrichter liegen), danach kann über das Smart Home oder mithilfe einer zweiten Person die betreffende Steckdose ausgeschaltet werden. Nun gilt es nur noch, das Klicken der Steckdose und das des Wechselrichters zu unterscheiden. Dies ist mitunter schwierig, weil ein Steckdosen-Relais teilweise laut schaltet.

Wechselrichter Röntgenbild
Wechselrichter Röntgenbild (Quelle: https://youtu.be/snwEIT7LPlU?t=353)

Relais mit Röntgenstrahlen auf der Spur

In einigen Wechselrichtern ist kein Relais verbaut Um das sicher herauszufinden, kann das Bauteil geröntgt werden. Eine Industrieröntgenmaschine mit hoher Auflösung ist dafür geeignet. Ähnliche Geräte werden beispielsweise am Flughafen zur Durchleuchtung des Gepäcks eingesetzt. Sicherlich ist dies keine Vorgehensweise, die jeder nachmachen kann, denn wer hat schon ein solches Gerät zur Hand? Gut, dass es bereits Nutzer gab, die das Röntgen durchgeführt und entsprechende Fotos aufgenommen haben. Die Wechselrichter, bei denen das Relais fehlte, stammten vom Hersteller Deye. Ein weiterer Hersteller (Hoymiles) hingegen setzt konsequent auf das Bauteil, das im Übrigen aus Sicherheitsgründen vorhanden sein muss. Auch wenn es laut Deye noch nie zu Problemen kam und weitere Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung von Stromschlägen im Haushalt bei einer Unterbrechung der Stromzufuhr greifen, waren die Relais bei Deye doch in Freigabe-Tests vorhanden. Ob sie danach aus Kostengründen nicht mehr verbaut wurden oder ob es andere Beweggründe gab, kann nicht mehr nachvollzogen werden.

Tipp: Über die entsprechenden Untersuchungen und Ergebnisse klärt der Verein Balkon.Solar e. V. aus Freiburg ebenfalls gern auf!

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