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Balkonkraftwerke werden auch als „Balkonsolar“ oder als „Mini PV anlage“ bezeichnet. Schon die Namen deuten auf die Verwendung der kleinen Anlage hin. Es geht um die individuelle Stromerzeugung aus einer regenerativen Energiequelle. Doch sind damit wirklich nur Vorteile verbunden? Lohnt sich ein Balkonkraftwerk? In diesem Artikel werden wir die Vor- und Nachteile von Balkonkraftwerken beschreiben.
Balkonkraftwerke: Eigenversorgung mit Strom ohne Nachteile?
Ein Balkonkraftwerk kann inzwischen beim Wochenendeinkauf mitgenommen werden, denn auch Discounter hatten derartige Anlagen schon im Angebot. Zu günstigen Preisen versteht sich, auch wenn diese nicht zwingend bedeuten, dass der Käufer hier in Qualität investiert. Dennoch: Der Erwerb dieser Anlage, die solare Möglichkeiten zur Stromerzeugung nutzt, ist längst keine Hürde mehr. Ebenso wie die Aufstellung und der Anschluss: Einfach den Stecker in die Steckdose stecken und schon kann die Stromerzeugung beginnen. Noch fix die Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber vornehmen – fertig. Es scheint, als hätten moderne Balkonkraftwerke keinerlei Nachteile.
Vorteile von Balkonkraftwerken
Wer ein balkon pv anlage kaufen möchte, sieht in erster Linie die Vorteile der Anlagen. Diese sind selbsterklärend und beziehen sich vor allem auf die Umweltfreundlichkeit und den finanziellen Gewinn. Auch wenn die Anschaffungskosten für die Anlagen hoch erscheinen, ist es doch so, dass sich diese schon nach wenigen Jahren amortisieren. Hier ein genauerer Blick auf die Vorteile von Balkonsolar:
1. Beim Umzug einfach mitnehmen
Der erste Stecker-Solaranlage Vorteile ist sonnenklar: Steckerfertige Solaranlagen sind die beste Chance für Mieter, an der Energiewende zu partizipieren. Das solar balkonanlage wird nicht fest auf dem Balkon installiert. Das bedeutet, dass es bei einem Umzug einfach mitgenommen werden kann. Es erfolgt ein einfacher Rückbau, danach kann die Anlage eingepackt und mitgenommen sowie am neuen Ort wieder aufgestellt werden. Damit ist gerade dieser Punkt für Mieter sehr wichtig.

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2.Schnelle Installation
Für das Aufstellen des Balkonkraftwerks ist weder handwerkliches Können noch ein großer Zeitaufwand nötig. Es müssen normalerweise keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Damit heißt es: Balkonsolar auspacken, den Stecker in die Steckdose stecken, Strom produzieren. Bisher ist es noch so, dass die normale Steckdose gegen eine Wieland-Steckdose getauscht werden muss und dass demzufolge auch ein Wieland-Stecker zu benutzen ist. Doch hier plant die Bundesregierung bereits Veränderungen, die ab 2024 gelten sollen.
Ebenso praktisch ist, dass Balkonkraftwerke in fertigen Sets erhältlich sind. Solarmodule, Wechselrichter und Anschlussdose für das Hausnetz sind im Lieferumfang inbegriffen. Damit wird der erzeugte Gleichstrom direkt in Wechselstrom umgewandelt.

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3.Finanzielle Einsparungen
Die Mini-PV für den Balkon kostet mehrere Hundert bis 1.000 Euro. Dennoch sind die finanziellen Einsparungen attraktiv. Bei passender Ausrichtung der Module erzeugt eine Anlage mit der Leistung von 600 Watt bis zu 540 kWh Strom im Jahr. Diese Eigenproduktion wird auf der Stromrechnung direkt sichtbar. Hat sich die Anlage erst einmal amortisiert, kann schon von einem echten Gewinn gesprochen werden.
4.Einfache Anmeldung möglich
Das Balkonkraftwerk kann per Formular direkt beim Netzbetreiber angemeldet werden. Hierfür ist für Anlagen bis 600 Watt ein vereinfachtes Vorgehen möglich. Dies gilt auch für die Meldung beim Markenstammregister. Die Bundesregierung arbeitet derzeit daran, weitere Vereinfachungen zu ermöglichen, sodass auch die derzeit in der Diskussion befindlichen Anlagen mit 800 Watt einer vereinfachten Anmeldung unterliegen. Wichtig: Es geht nur um die Anmeldung, der Netzbetreiber muss keine Zustimmung zum Betrieb der Anlage geben.
5.Kurze Amortisationszeiten
Bei richtiger Ausrichtung und damit vollem Leistungsgewinn amortisiert sich die Mini-PV auf dem Balkon bereits nach rund sechs Jahren. Danach gehen die eigentlichen Gewinne los, weil keine Investitionskosten mehr erwirtschaftet werden müssen. Die Amortisationszeiten verringern sich sogar noch, wenn die Anlage besonders günstig gekauft werden konnte, was durch die Förderungen der Bundesländer möglich ist.
6.Teils hohe Förderungen
Die aktuell hohen Strompreise machen die Anschaffung einer balkon photovoltaik noch interessanter. Sie lassen die Amortisationszeit deutlich kürzer werden. Darüber hinaus können die entsprechenden Anlagen seit dem 1. Januar 2023 ohne Mehrwertsteuer gekauft werden. Die meisten Händler geben diese Einsparung an die Kunden weiter, sodass die Anschaffungspreise deutlich niedriger sind. Zuletzt gibt es je nach Bundesland und Stadt verschieden hohe Förderungen, die manchmal nur 50 Euro, in anderen Städten aber bis 500 Euro betragen können.

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Nachteile von Balkonkraftwerken
Wie immer gilt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt und auch bei Balkonkraftwerken gibt es Nachteile. Diese werden aber zumindest zum Teil aktuell in einen Vorteil verkehrt: Da die Bundesregierung beispielsweise die Zulassung von 800 Watt Anlagen erwägt, wird die bisher noch auf 600 Watt beschränkte und oft als zu niedrig beschriebene Leistung erhöht. Damit kann mehr Strom produziert werden. Auch der bisher noch vorgeschriebene Wechsel der Schuko-Steckdosen und zugehörigen Stecker auf Wieland-Stecker und Wieland-Steckdosen soll entfallen. Nachteile bleiben aber wie folgt bestehen:
1.Nicht immer ist der passende Standort vorhanden
Bei einer Installation der PV-Anlage auf dem Dach gibt es nur selten das Problem einer Beschattung durch Bäume. Das sieht bei einer Balkoninstallation anders aus. Umliegende Gebäude oder Bäume sowie weitere Bepflanzungen können dafür sorgen, dass die Stromausbeute viel zu gering ist. Möglich ist es auch, dass die baulichen Gegebenheiten keine korrekte Ausrichtung der Solarpanels erlauben. Idealerweise liegt diese bei 30 Grad, Montagen im 90-Grad-Winkel sind eher unvorteilhaft und schränken die Stromproduktion um bis zu zwei Drittel ein.
2.Steckdose nötig
Die Notwendigkeit einer Steckdose ist ein wichtiger Aspekt beim Betrieb von Balkonkraftwerken. Nicht jedes Gebäude, besonders ältere, verfügt über eine Steckdose am Balkon, die für den Anschluss der PV-Module erforderlich ist. Zwar besteht die Möglichkeit, die Anlage im Inneren der Wohnung anzuschließen, doch dies führt vor allem im Winter zu Problemen. Ein ständig geöffnetes Fenster, durch das die Kabel geführt werden, würde die Heizkosten stark erhöhen.
Mittlerweile bieten zwar viele Hersteller Flachkabel an, die durch Fenster geführt werden können, ohne dass diese permanent geöffnet bleiben müssen. Dennoch ist diese Lösung nicht immer optimal. Die ideale Lösung wäre eine vorhandene oder neu installierte Steckdose direkt am Balkon, um den Anschluss und Betrieb des Balkonkraftwerks zu vereinfachen und Energieverluste zu minimieren.
3.Zähleraustausch ist Pflicht
Bisher ist es untersagt, ein Balkonkraftwerk mit einem Zähler zu betreiben, der aufgrund seiner Bauart bei Einspeisung des solaren Stroms ins Hausnetz rückwärts läuft. Hier sollen die Netzbetreiber eine Frist von vier Monaten zum Tausch eingeräumt bekommen, bis dahin dürften die alten Ferraris-Zähler verwendet werden. Auch dieser Nachteil wird damit neutralisiert.
4.Keine Vergütung des eingespeisten Stroms
Ein Stecker Solaranlage lohnt sich nur, wenn der erzeugte Strom auch selbst verbraucht wird. Überschüssiger Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist, was jedoch ohne Vergütung vorgenommen wird. Nur noch einzelne Netzbetreiber lassen sich darauf ein, bei Widerspruch gegen die fehlende Einspeisevergütung eine niedrige Entlohnung von gerade einmal 8,2 Cent/kWh oder sogar weniger zu zahlen. Das lohnt den Aufwand kaum und trägt nicht mehr zur raschen Amortisation der Anlage bei.
Schlussfolgerung
Balkonkraftwerke sind eine praktische und kosteneffiziente Lösung für Stadtbewohner, die ihren eigenen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung leisten wollen, ohne dabei auf große Dachflächen zurückgreifen zu können. Trotz einiger Einschränkungen in Bezug auf Leistung und Abhängigkeit von Wetterbedingungen bieten sie eine lohnende Investition für umweltbewusste Haushalte, die unabhängiger von traditionellen Energiequellen werden möchten.

